Der GBM16X-8A ist ein 16-fach (oder 2 x 8-fach) microcontrollergesteuerter Gleisbesetztmelder für digital
gesteuerte Modellbahnanlagen. Er arbeitet nach dem Prinzip der Strommessung,
d.h. es werden vom Gleisbesetztmelder Stromverbraucher (Triebfahrzeuge, beleuchtete Wagen, mit
Widerstandslack markierte Achsen) erkannt. Der GBM16X-8A besteht aus zwei Baugruppen: |
|
- Main-Board
- Interface-Module
|
|
Das Main-Board des GBM16X-8A ist sowohl als Fertigmodul als auch als Komplettbausatz in Industriequalität mit CE-Zeichen erhältlich. Board mit Bestückungsdruck, Lötstopplack beidseitig. Die Interface-Module sind nur als Fertigmodul lieferbar. Bei einer Bestellung muss also immer das Main-Board (Bausatz/Fertigmodul) und das gewünschte Interface-Modul bestellt werden. Natürlich kann der GBM16X-8A auch ohne Interface-Modul betrieben werden, die Anzeige der Besetztzustände erfolgt dann nur über die LED auf dem Board; eine Rückmeldung über einen Bus ist dann natürlich nicht möglich. |
 Bestückungsbild des GBM16X-8A
|
Main-Board des GBM16X-8A
Das Main-Board des GBM16X-8A wurde auf einer Epoxy-Europakarte (100 mm x 160 mm ) aufgebaut. Es wird in der Nähe der zu überwachenden Gleisabschnitte direkt unter der Anlage befestigt. Ein Gehäuse ist aus Kostengründen und wegen der geringen Spannungen nicht vorgesehen.
Der Gleisbesetztmelder hat folgende technische Daten: |
- Maximaler Strom pro Gleisabschnitt: 8 A.
- Anzeige der Besetztzustände und der Betriebsspannungen mit 18 Leuchtdioden (LED) auf der Platine des GBM16X-8A. Über einen Steckverbinder können weitere Low-Current-LED (2 mA), z. B. in einem Stellpult, angeschlossen werden. Zur Ansteuerung von Relais und normalen LED (10-20 mA) gibt es eine Adapterplatine GB16SDR.
- Es können entweder 16 Gleisabschnitte von einem Booster oder jeweils 8 Gleisabschnitte von zwei verschieden Boostern gespeist werden. Die Auswahl erfolgt über einen Jumper.
- Sämtliche Verbindungen vom GBM16X-8A zur Anlage sind steckbar ausgeführt. Vorteil: Das Main-Board kann zum Umprogrammieren ohne Markierung der Drähte entfernt werden.
- Zur Spannungsversorgung des GBM16X-8A ist nur eine Wechselspannung von 12 -16 Veff erforderlich, die nicht zur Speisung anderer Verbraucher verwendet werden darf.
- Mit LENZ DIGITAL plus und der Uhlenbrock Intellibox sind folgende Funktionen des GBM16X-8A (Software-Version 6.1) im PAGE- oder CV-Mode des GBM16X-8A programmierbar:
|
| 1. Adresse Bedeutung: Für LENZ RS- und LocoNet- Bus erforderlich, Defaultwert: 65, 66
2. Empfindlichkeit des GBM16X-8A für jeden der 16 Kanäle Bedeutung: Die Ansprechempfindlichkeit des Gleisbesetztmelders lässt sich in 16 Stufen programmieren. Defaultwert 8. Bei diesem Wert werden Achswiderstände von 22 kOhm. bei HO-Bahnen sowohl mit der Hilfsspannung als auch mit der Gleisspannung sicher erkannt. Die Empfindlichkeit kann bei N-Bahnen wegen des geringeren Achsdruckes erhöht werden. Bei Bahnen größerer Spurweiten (O, I, G) kann die Empfindlichkeit wegen des höheren Achsdruckes und der bei Gartenbahnen vorhandenen Feuchtigkeit vermindert werden. Durch den in der Software des GBM16X-8A implementierten intelligenten Auswertealgorithmus und den Synchrongleichrichter ist der GBM16X-8A auch bei hoher Empfindlichkeit extrem störsicher.
3. Anzugsverzögerung für jeden der 16 Kanäle in Schritten von 25 ms (25/1000 s) bis 6,375 s,
Defaultwert: 25 ms Bedeutung: Der GBM16X-8A spricht erst nach Ablauf der Verzögerungszeit an.
4. Abfallverzögerung für jeden der 16 Kanäle in Schritten von 25 ms bis 6,375 s, Defaultwert:
325 ms Bedeutung: Der GBM16X-8A fällt erst nach Ablauf der Verzögerungszeit ab.
5. Verhalten des GBM16X-8A beim Ausfall der Gleisspannung oder eines Kurzschlusses Bedeutung: Das Verhalten des GBM16X-8A kann für jeweils 8 Kanäle wie folgt eingestellt werden:
5.1 Überwachung mit einer Hilfssspannung Bedeutung: Bei Ausfall der Gleissspannung überwacht eine sehr geringe Hilfsspannung, die, entgegen Behauptungen der Konkurrenz, keineswegs die Lok-Decoder stört, die Gleisabschnitte. Werden Fahrzeuge vom überwachten Gleis entfernt, wird das vom GBM16X-8A auch weitehin gemeldet.
5.2 Einfrieren der Besetztzustände Bedeutung: Die Besetztzustände des GBM16X-8A werden beim Ausfalll der Gleisspannung gespeichert und nach dessen Wiederkehr wieder in den jeweiligen Bus eingespeist. Ein Entfernen von Fahrzeugen aus überwachten Gleisabschnitten wird vom GBM16X-8A erst nach der Wiederkehr der Gleisspannung gemeldet. |
|
Interface-Module des GBM16X-8A
Die Anpassung des GBM16X-8A an die verschiedenen digitalen Bussysteme erfolgt über vom Main-Board galvanisch über Optokoppler getrennte Interface-Module, die auf das Main-Board des GBM16X-8A gesteckt werden. Folgende Interface-Module sind z. Zt. verfügbar: |
|
- RS Interface für den LENZ RS-Bus
- s88 Interface für den s88-Bus
- LocoNet Interface für den LocoNet-Bus
|
|
Das jeweils gesteckte Modul wird automatisch vom GBM16X-8A erkannt. Einstellungen müssen vom Anwender nicht vorgenommen werden. Durch die Interface-Modul Technik kann der Kunde sehr einfach und kostengünstig zu anderen Bus-Systmen wechseln, da das Main-Board des GBM16X-8A immer das gleiche bleibt.
Wichtig: Bitte beachten Sie das Preis- Leistungsverhältnis des GBM16X-8A. Kein Gleisbesetztmelder der Konkurrenz bietet diese Vielfalt von Programmiermöglichkeiten, die Verwendung von verschiedenen Interface-Modulen und die Anzeige der Besetztzustände auf dem Board! Der GBM16X-8A ist ein wirklich universeller Gleisbesetztmelder.
Weitere Informationen finden Sie im technischen Vergleich. |